Jennerjahn: Es ist absurd, wenn Verbandsfunktionäre ständig die wichtige gesellschaftliche Funktion des Fußballs betonen, aber nichts damit zu tun haben wollen, wenn es Probleme gibt
Dresden. Als haarsträubend bezeichnete Miro Jennerjahn, sportpolitischer Sprecher, der Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die jüngsten Äußerungen von Klaus Reichenbach, Präsident des sächsischen Fußballverbandes, in der heutigen Leipziger Volkszeitung.Reichenbach hatte mit Blick auf den Neonazi-Überfall auf ein Fußballspiel des Roten Stern Leipzig in Brandis im Oktober 2009 gesagt, der Übergriff habe mit dem Fußball nichts zu tun.
“Es ist nicht das erste Mal, dass Herr Reichenbach die politischen Probleme mit Rechtsextremismus, die es im sächsischen Fußball gibt, verharmlost oder leugnet. Es ist absurd, wenn von Verbandsfunktionären ständig die wichtige gesellschaftliche Funktion des Fußballs betont wird, und wenn es ein ernsthaftes Problem gibt, möchte man mit Gesellschaft und Politik nichts zu tun haben.”
“Vielerorts werden Neonazi-Kader längst als ‘normaler’ Bestandteil eines Vereins begriffen und Spielräume zur Rekrutierung von Nachwuchs gelassen. Herr Reichenbach leistet dieser Entwicklung Vorschub, wenn er sich und seinen Verband aus der Verantwortung stiehlt.”




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